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Mittwoch, 9. Oktober 2013
Bedeutende Stuten: Heureka Z und der Stamm 8145
Im Jahrbuch Zucht der Zeitschrift Pferd und Sport aus dem Jahr 1993 habe ich einen Beitrag über die Familie
der legendären Ratina Z gefunden. Bedeutend für diese Familie ist die Stute Heureka Z, die diesen Leistungszweig
des Stammes 8145 begründet.
Die Stute Heureka Z (1960) ist zwar in Hannover eingetragen wurde aber in Holstein aus Holsteinern gezogen (Stamm 8145), ich habe noch nicht gefunden, warum sie Hannoversch gebrannt wurde?
Sie ist die Großmutter der legendären Ratina Z und hat einen beachtlichen Zweig an Leistungspferden
aufgemacht. Ich glaube, das ist auch der einzige Zweig dieses Stammes.
HIER zum Pedigree der Stute bei horsetelex.de!
Heureka, gezüchtet von Hermann Heins aus Bälau, ist von Ganeff einem Sohn des Lopshorn, der mit der vielfach bewährten Blutkombination Loretto-First x Favorit
für eine hohe Springpferdequalität steht.
Heureka's Mutter Nobida (Z: Hermann Heins) hat Falerner von Fafnir zum Vater, ebenfalls ein Vererber von
großem Vermögen.
So ist es nicht verwunderlich, dass Heureka Z unter Hermann Schridde eines der besten Springpferde ihrer
Zeit wurde.
Sie gewann in Aachen, Wien, Amsterdam, Brüssel und Genf. 1970 wurde sie an Leon Melchior verkauft,
der mit ihr noch Erfolge in Amsterdam und Berlin feierte.
Dann ging sie 12 jährig in die Zucht und brachte mit 23 ihr letztes Fohlen!
Heureka's Nachkommen sind:
Goliath Z von Graf Gotthard,
Argentina Z von Alme Z,
Ganeffa Z von Graf Gotthard,
Ahorn Z von Alme Z,
Reurika Z von Ramiro und
Romanze Z von Ramiro.
Den gesamten Nachkommenszweig der Heureka Z könnt ihr
HIER bei horsetelx.de
ersehen!
Das ist Leistung pur!
HIER zu den Bildern bei sporthorse-data.com!
Ihre Tochter Argentina Z von Alme Z hat sich ganz besonders stark vererbt. Nicht nur ihre Tochter Ratina Z
von Ramiro kennen wir aus internationalen Springen mit Piet Raymakers und Ludger Beerbaum gut.
In der Listung könnt ihr das sehr schön sehen.
Cayetano Z, Chicago I Z, Crown Z, Rex Z, Treasure Z, Cayleigh, Chamir Z und Ramadan Z sind nur
einige erfolgreiche Nachkommen aus dieser großen Linie, die uns hoffentlich auch in den
Pedigrees in Holstein erhalten bleibt!
Quellen:
Zeitschrift Pferd und Sport!
FN Jahrbuch Sport und Zucht!
horsetelex.de!
Samstag, 1. Juni 2013
HENGST FARN
HENGST: FARN
Abstammung: von Fax I aus der Dorette von Monarch - Meisterläufer
Stutenstamm: 18 B 1
Züchter: Martin Thormählen
Hengstleistungsprüfung: keine
Zuchtwerte: Farn hatte in Holland über Jahre extrem hohe Zuchtwerte
Nachkommen im Sport und gekörte Söhne: Nimmerdor (bester Sohn), Amor (S Springen), Aralda (hochbewertete Zuchtstute z.B. Mutter von Fighting Alpha),
Arivola (Zuchtstute: Großmutter von z.B. Ampere), Bettina (hochbewertete Zuchtstute Dressur), Brenda (Mutter von Ferro) u.v.m.
HIER die Nachkommensausführungen bei horsetelex.de!
: Pedigree und Stutenstamm bei horsetelex.de!
: Bilder u.v.m.bei rimondo.com!
Meinungen:
Laut Hengstbuch war er nicht ganz harmonisch, hatte aber eine schöne Halsung, eine gute Schulter und ein
starkes Fundament mit guten Bewegungen.
1962 wurde er kurz in Siethwende eingesetzt und dann in die Niederlande verkauft.
Farn geht in der Hengstlinie über Fanatiker - Fanal - Favorit - Tobias auf den holsteiner
Rassebegründer ACHILL zurück.
Aus dieser Linie finden wir keine anderen Vertreter mehr in Holstein, was ich fatal finde.
Wenn ich mir die KWPN Leistungspferde anschaue, so taucht Farn nicht nur über seinen hervorragenden Sohn
Nimmerdor immer wieder auf, sondern auch häufig als Muttervater.
Gibt er seine guten Bewegungen weiter? Das sehen wir z.B. bei seinem Sohn Amulet in der Nachkommenliste.
Das zeigt, dass er ein guter Vererber war, der Holstein leider viel zu früh verlassen hat.
Seine Mutter Dorette ist auch Mutter des sehr guten Vererbers Roman und Großmutter so toller Hengste wie Lagos,
Logan, Ronald und Constant.
Auch im Pedigree von Quantum taucht sie wieder auf.
Die Mütter haben eine große Bedeutung in der Pferdezucht!!
Quellen: FN Jahrbuch Sport und Zucht
horsetelex.de!
Hengstbuch des Holsteiner Verbandes von Dr. Rossow!
Dienstag, 15. Februar 2011
Vollblüter in der Warmblutzucht
Für meine Begriffe kommen wir in der Warmblutzucht an Vollblutzufuhr auf keinen Fall vorbei. Was wir heute züchten wollen und auch müssen, sind edle und harte Allroundpferde, wobei wir natürlich hier in Holstein besonderen Wert auf die Springveranlagung legen! Die meisten Reiter, die bei mir Fohlen kaufen sind Freizeitreiter mit Ambitionen zu Reitturnieren bis zur Klasse L. Das heißt für uns, die Pferde müssen einen guten Charakter haben und leichtrittig sein. Genau über diesen Punkt streiten sich die Reiter, wenn sie hören, wieviel Blut ein Pferd hat.
Ich selber habe immer Pferde mit mindestens 50% Blut geritten und war (fast) immer begeistert. Jetzt habe ich mir gerade eine junge Stute für meine Zucht gekauft. Sie führt nicht ganz 60% Blut und hat mindestens 11 verschiedene Vollblüter im Pedigree, davon allein Ladykiller xx gleich 5mal! Vala ist das absolut coolste Pferd mit einem sehr guten Charakter.
Die Angst vor Vollblütern basiert wahrscheinlich darauf, dass sie sensibler sind als andere Pferde. Sie lernen sehr schnell, leider auch durch unsere Fehler sehr schnell das Falsche! Eine kleine Exkursion in die Veredlerwelt ist angesagt! Mal schaun was ich im I Net finde.
HIER ein Beitrag von Otmar Beyer de Behaux!! - Veredler der Warmblutzucht!
HIER eine sehr ausführliche Betrachtung der Nutzung von Vollblütern! Und noch ein guter, umfangreicher Artikel! Hier eine sehr interessante Betrachtung.
Ich selber habe immer Pferde mit mindestens 50% Blut geritten und war (fast) immer begeistert. Jetzt habe ich mir gerade eine junge Stute für meine Zucht gekauft. Sie führt nicht ganz 60% Blut und hat mindestens 11 verschiedene Vollblüter im Pedigree, davon allein Ladykiller xx gleich 5mal! Vala ist das absolut coolste Pferd mit einem sehr guten Charakter.
Die Angst vor Vollblütern basiert wahrscheinlich darauf, dass sie sensibler sind als andere Pferde. Sie lernen sehr schnell, leider auch durch unsere Fehler sehr schnell das Falsche! Eine kleine Exkursion in die Veredlerwelt ist angesagt! Mal schaun was ich im I Net finde.
HIER ein Beitrag von Otmar Beyer de Behaux!! - Veredler der Warmblutzucht!
HIER eine sehr ausführliche Betrachtung der Nutzung von Vollblütern! Und noch ein guter, umfangreicher Artikel! Hier eine sehr interessante Betrachtung.
Montag, 14. Februar 2011
Geschichte der Zucht des Holsteiner Pferdes
Die Zucht des Holsteiner Pferdes geht auf das Kloster Uetersen zurück, das nachweislich Anfang des 14. Jahrhunderts bereits die Vorfahren unseres heutigen Pferdes züchtete.
Im 16. Jahrhundert fielen nach der Reformation die Gestüte an die Krone und das kräftige, große Wagenpferd, das aber nun schon veredelt wurde, gelangte zu großer Beliebheit in vielen europäischen Königshäusern.
Auch die Zucht der Hannoveraner Pferde bediente sich von Anfang (1735) an einiger Holsteiner Hengste. Zum Ende des 18. Jahrhunderts war das Holsteiner Pferd wohl mit eines der Beliebtesten und wurde schon im großen Umfang exportiert.
Im Laufe des 19. Jahrhunderts wurde die Zucht dann langsam an die bäuerlichen Betriebe abgegeben. Sie züchteten das ruhmreiche Kutschpferd, das sich kräftig, ausdauernd und mit sehr raumgreifenden Bewegungen weltweit etablierte. 1893 wurde sogar der Hengst Moltke in Chikago als bestes Kutschpferd der Welt ausgezeichnet.
Entstehung des Verbandes in Zahlen:
1883--- Der Krieg 1870/71 und Verkauf der begehrten Holsteiner in die ganze Welt hatten die Zucht an den Rand des Ruins gebracht. So gründet Georg Ashbahs den Pferdezuchtverein Kremper Marsch, um das reinste Holsteiner Blut in seinen reinen Stämmen zu erhalten.
1885--- Claus Hell gründet den Pferdezuchtverein Seestermüher- Haseldorfer Marschen.
1886--- Das erste Gestütsbuch wird von G. Ahsbahs für die Pferde der Kremper Marsch ausgegeben.
Außerdem gründet er den Hengstaufzuchtverein "Holsatia". Hiermit stellt er sicher, dass die Hengste der reinen Stutenstämme in der Zucht bleiben.
1887--- Die beiden Vereine schließen sich zusammen und nennen sich ab da " Verband der Pferdezuchtvereine in den holsteinischen Elbmarschen".
1888--- Die ersten Hengste werden vom Verein Holsatia stationiert in der Kremper Marsch.
1891--- Es erfolgt der Anschluss von den Pferdezuchtvereinen Nord_Dithmarschen und Süder-Dithmarschen und Wilster an den bestehenden Verband und es entsteht daraus der "Verband der Pferdezuchtvereine in den Holsteinischen Marschen".
1892--- Das Gestütsbuch wird von den USA anerkannt. Das macht den Weg für einen großzügigen Export in die USA frei.
1894--- Georg Ahsbahs gründet die Reit- und Fahrschule in Elmshorn.
1896--- Der Pferdezuchtverein der Grafschaft Rantzau schließt sich dem Verband an.
1897--- Weitere Verbände schliessen sich an und es entsteht der "Verband der Pferdezuchtvereine in den Holsteinischen Marschen e.G.m.b.H.".
1926/1927--- Nach dem ersten Weltkrieg wurde der ganze Hengstbestand an das Landgestuet Traventhal abgegeben.
1. JANUAR 1935--- Der Verband der Geestlande und der Verband der Marschen gründen zusammen den "VERBAND DER ZÜCHTER DES HOLSTEINER PFERDES".
1944--- Der noch heute bekannte Brand wird eingeführt.
29. August 1960--- Das Landgestüt Traventhal wird aufgelöst. Wie von Friedrich Christian Graf von Kielmannsegg, Vorsitzender des Verbandes ab 5.5.1960, gefordert, wird ein großer Teil der Hengste vom Verband übernommen, 30 Holsteiner und 3 Vollblüter.
1965--- Ein Tiefpunkt der Zucht wird erreicht, nur noch 1280 eingetragene Stuten sind von ehemals 9969 übrig.
Doch zum Glück für uns Fans des Holsteiner Pferdes sind es heute wieder rund 8000 eingetragene Stuten und der Verband stellt ständig ca. 80 Hengste zur Verfügung.
Zur Zeit ist der Holsteiner eines der besten Springpferde der Welt und wir hoffen, dass dieses auch für lange Zeit so bleibt.
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